Literatur, die interessant sein könnte:
"Der Ursprung des Bewusstseins" (Link führt zu pdf-Datei zum Runterladen - Terminplanung vor Lesebeginn ist anzuraten: 600 Seiten und man hört nicht auf)
Sollten weitergehende Englischkenntnisse vorhanden sein, empfehle ich das Original "The Origin of Consciousness in the Breakdown of the Bicameral Mind", da die Übersetzung (auch die neuere) in einigen Fragen, nunja, missverständlich sein könnte. Link führt zu Amazon, das Buch kostet aus GB bezogen samt Versand ~15 €.

Julian Jaynes war bei gleich mehreren Wissenschaftsdisziplinen so gar nicht beliebt, auch weil er sein Hauptwerk nicht in einem wissenschaftlichen Verlag veröffentlichte und in einer klaren, eher Umgangssprache formulierte. Ähnlich Thompsons "Die ersten Philosophen" (das selbst in der DäDäRäh im akademischen Giftschrank war), hat er mit seinen Überlegungen halt zu viele vergrätzt. Insbesondere das letzte Kapitel über die "Authentifizierungssehnsucht" und die scientizistischen Religionen und Ersatzreligionen ist starker Tobak, auch in unserer ach so aufgeklärten und jedem Gedanken aufgeschlossenen Zeit.
Ein Nebenbei in diesem Zusammenhang: Die Lesung der ILIAS im Burgtheater (neu übersetzt von Raoul Schrott) war sehr beeindruckend, trotz der insgesamt 15 Stunden Dauer.
Faroer - 21. Jan, 03:29